Bonjour encore une fois ­čÖé

Zu erst m├Âchte ich euch an dieser Stelle f├╝r die vielen Klicks auf meinen Artikel zum Thema “Reisen mit Studentenbudget” danken. Ich habe mich echt dar├╝ber gefreut und wahrscheinlich werden in Zukunft noch mehr Posts dieser Art folgen. Heute soll es etwas detaillierter um meine Reise und meine Erfahrungen w├Ąhrend meines ersten Reisetages ┬áin Paris und Bratislava gehen-also viel Spa├č dabei, ich hoffe ich kann euch damit ein bisschen in Urlaubsstimmung versetzen.

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Der Innenhof der Burg Bratislava

Die Reise begann-wie sollte es bei mir anders sein-im Stress. Ich bin ein seehr minimalistischer Kofferpacker und packe grunds├Ątzlich erst am Tag der Abreise, um das ganze nicht zu sehr zu ├╝berdenken und dann im Endeffekt viel zu viel unn├Âtiges Zeug mitzunehmen. So hatte ich es auch diesmal geplant, als ich um dreiviertel acht morgens im Bett lag und pl├Âtzlich von meinem Travel-Buddy Melina eine Nachricht erhielt, dass der Zug um 9:15, den wir eigentlich nehmen wollten, keine Direktverbindung war und wir stattdessen einen anderen um 8:45 nehmen m├╝ssten. Mit einem Mal war ich hellwach, sprang aus dem Bett, machte mich halbwegs pr├Ąsentabel und warf die wichtigsten Dinge in meinen kleinen Handgep├Ąckskoffer. Ich als Foodie Nr.1 musste dann nat├╝rlich auch noch schnell zum Merkur (Supermarkt) bei mir ums Eck laufen und mir ein Fr├╝hst├╝ck holen, bevor es endg├╝ltig zur U-Bahn Station ging. Lustigerweise stieg Melina sp├Ąter genau in dieselbe U-Bahn ein und rennend schafften wir es zwei Minuten vor Abfahrt gerade noch in den antizipierten Zug Richtung Bratislava Petrzalka.

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Der Bahnhof liegt etwas au├čerhalb und so mussten wir ca. 2 km (inklusive ein paar Umwegen) gehen, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Allerdings fand ich das gar nicht schlecht, da man so etwas vom “richtigen” Bratislava sah und wie die Leute dort leben. Generell fiel mir auf, dass es in Bratislava-wie f├╝r ehemals kommunistische St├Ądte typisch- fast nur Hochh├Ąuser und keine Einfamilien-und Reihenh├Ąuser gab, dazwischen jedoch viel ungenutzte und nicht gepflegte (Gr├╝n)Fl├Ąche war. Das historische Zentrum war sehr h├╝bsch anzusehen und besonders die schattigen Restaurants und Caf├ęs am Hauptplatz hatten ihren Charme. Wir spazierten quer durch die Innenstadt, die aufgrund ihrer geringen Gr├Â├če schnell abgegangen ist. Nach einem kurzen Stop im McCaf├ę ging es dann noch auf die Burg Bratislava (ja, sie hei├čt wirklich so kreativ), die un├╝bersehbar ├╝ber der Stadt thront. Auf dem Burgh├╝gel war viel los, so fand dort gerade ein Street Food Festival statt, man hat von oben einen netten Blick ├╝ber die Stadt und die Gartenanlage war wirklich sehr s├╝├č hergerichtet. Das war es aber auch schon-Bratislava ist wie schon erw├Ąhnt sehr klein und stand in der Vergangenheit immer im Schatten der (fr├╝heren) Hauptst├Ądte Wien (Habsburgerreich) und Prag (w├Ąhrend der Zeiten der Tschechoslowakei). Daher findet man hier kaum Prachtbauten oder keine Herrschersitze. F├╝r einen Tagesausflug ist Bratislava von Wien aus sehr gut geeignet, mehr Zeit muss man aber definitiv nicht f├╝r die Stadt einplanen.

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Der Aufgang zur Burg

Wir holten unser Gep├Ąck am Bahnhof ab, das wir dort in einem Schlie├čfach eingesperrt hatten, und wollten uns anschlie├čend ein Uber zum Flughafen rufen (f├╝r ca. 10ÔéČ). Allerdings funktionierte die App trotz mehrfachem Versuchen nicht und da wir keine Lust hatten, noch weiter mit dem Koffer herumzulaufen, nahmen wir ein Taxi zum Flughafen. Nat├╝rlich war uns bekannt, dass Touristen-besonders in ehemaligen Ostst├Ądten-oft abgehockt werden, fragten wir nach dem Preis zum Flughafen. Zuerst bekamen wir die Antwort, dass der Taxameter das am Ende zeigen w├╝rde. Auf genauere Nachfrage hin wurde uns ein Preis von ca. 30ÔéČ genannt. Das war mir schlichtweg zu viel, wir sagten, dass ein Uber 10ÔéČ kosten w├╝rde und gingen davon. Nun rief uns der Taxifahrer nach, dass er uns auch f├╝r 20ÔéČ fahren w├╝rde und wir stiegen doch noch ein.

Der Flughafen von Bratislava war mir wirklich sympathisch: Modern, klein und ├╝bersichtlich. Schnell absolvierten wir das Check-In, bevor es endlich Richtung Paris ging. Eine Sache, die mir nur auffiel, waren die versch├Ąrften Sicherheitskontrollen schon am Flughafen. Insgesamt mussten wir unseren Boardingpass viermal herzeigen und unseren Pass/Personalausweis dreimal. Sehr ungewohnt, wenn man bedenkt, dass ich meinen Pass auf meiner gesamten Reise nach Amsterdam kein einziges Mal vorweisen musste und sogar auf dem Weg nach S├╝dafrika seltener. Auch wenn es etwas nervig war, hei├če ich diese versch├Ąrften Sicherheitsvorkehrungen angesichts der Terror-Ereignisse in der j├╝ngeren Vergangenheit nat├╝rlich gut-Sicherheit f├╝r die Bev├Âlkerung sollte h├Âchste Priorit├Ąt haben.

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Der Shuttlebus vom Flughafen in Beauvais brachte uns zum Paris Busbahnhof Porte Maillot, von wo aus wir uns ein Uber zu unserem Airbnb bestellten. Immerhin war es inzwischen schon fast halb 10 und wir wollten unseren Host nicht unn├Âtig lange warten lassen. Und die 10 Euro, die wir zu zweit f├╝r unsere Fahrt zahlten, waren es mehr als wert: Wir fuhren ├╝ber den Kreisverkehr am Arc de Triomphe quer ├╝ber die Champs Elys├ęes und die Seine, von wo aus wir einen tollen Blick auf den Eifelturm hatten. Da realisierten wir erst so richtig, dass wir in Paris waren. ┬áDem ganzen setzte ein Regenbogen die Krone auf, der sich ├╝ber dem Pariser Abendhimmel gebildet hatte. Not gonna lie, ich bekam fast ein bisschen G├Ąnsehaut ­čÖé

Beim Airbnb angekommen wurden wir sofort von unserem Host in Empfang genommen und auf unser kleines, aber feines und wunderh├╝bsches Zimmer gef├╝hrt. Den Link zum unserem Airbnb findet ihr hier, falls ihr auch eine zentral gelegene, aber budgetfreundliche Unterkunft in Paris sucht. Wir bekamen neben dem (essentiellen :P) WLAN-Code auch eine Karte von Paris und unsere Gastgeberin gab uns auch einen Tipp, wo wir zwei Hungrigen ein gutes und nicht allzu teures Abendessen finden k├Ânnten.

 

Wir entschieden uns daf├╝r, karibisch Essen zu gehen, da man diese K├╝che in ├ľsterreich nur sehr selten findet und Frankreich durch seine karibischen Territorien eine enge Verbindung zur Region hat. Wir beide w├Ąhlten ein Men├╝ (bestehend aus Salat, einem Curry und einer Raffaele-Artigen Creme), da dies eindeutig die preiswertere Variante war als ein Einzelgericht. W├Ąhrend wir in der f├╝r ihre Restaurants und Bars bekannten Stra├če sa├čen, konnten wir den franz├Âsischen Lifestyle hautnah miterleben: Viele der G├Ąste im Au├čenbereich rauchten, w├Ąhrend sie sich unterhielten, und an einem Punkt gesellte sich auch der Kellner auf eine Zigarette zu den G├Ąsten, bevor er wieder ins Lokal ging und sich einen Schluck Wein genehmigte. C’est la vie fran├žaise! Als wir heimkamen, war es bereits nach Mitternacht und wir fielen f├Ârmlich in unsere Betten. Denn f├╝r die n├Ąchsten Tage hatten wir noch viel geplant in dieser besonderen Stadt ­čÖé

Die restlichen drei Tage werde ich in einen separaten Post verpacken, da der Artikel ansonsten den Rahmen sprengen w├╝rde (an dieser Stelle danke an die, die bis hierhin gelesen haben). Der zweite Teil meines Travel Diaries wird voraussichtlich am Donnerstag kommen, wenn ich meine Marketing-Pr├╝fung hinter mich gebracht habe. Bis dahin w├╝nsche ich euch einen sch├Ânen Wochenstart.

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In unserem Airbnb
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