Auf den sozialen Medien sind wir ständig mit “Personal Best’s”, Leg Day’s und #MotivationalMonday’s konfrontiert. Die Quintessenz dort scheint zu sein: Egal wo du angefangen hast, Hauptsache du wirst immer besser. Doch was tun, wenn der Erfolg ausbleibt oder man sogar Rückschritte macht?

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Wenn es um Sport geht, fiel mir immer alles leicht: Im Kinder-Turnverein war ich die Beste in der Gruppe, beim Klettern wurde mir schnell ein Platz in der Profimannschaft angeboten und auch im Fitnessstudio konnte ich mich schnell auf beachtliche Gewichte steigern. Mit dieser Aufzählung habe ich wirklich nicht vor, anzugeben: So war es nun mal einfach immer. Im vergangenen Jahr entdeckte ich dann meine Leidenschaft für das bis dahin verhasste Laufen, und nach einem Monats Training lief ich meine ersten 18 km mit einem -für mich- beachtlichen Schnitt von 4:50 Minute pro Kilometer und war natürlich stolz darauf.

Doch dann kam der Sommer: Ich war den gesamten August und September kaum in Österreich, und da im Oktober die FH startete und ich von dort selten früher als um 7 Uhr abends nach Hause kam, hatte ich “keine Zeit” mehr, um bei Tageslicht zu Laufen. Zusätzlich zu meiner Sportroutine kam ich auch völlig aus meinem Essensrhythmus. Ich hatte die letzten Jahre gerne und viel gekocht, mir fast alles frisch zubereitet. Doch wenn ich nun abends heimkam, hatte ich sehr oft keine Motivation mehr, etwas Frisches zu kochen zu beginnen. Und auch auf Vorkochen für den nächsten Unitag hatte ich keinen Bock. Mein ungesunder(er) Lebensstil machte sich dadurch bemerkbar, dass ich viel weniger Energie hatte als früher und eben auch beim Sport nicht mehr an meine Leistungen vom Vorjahr herankomme.

Und ich kann euch sagen: Ja, es frustriert mich total, wenn ich viel langsamer und kürzer laufe, meine früheren Ergebnisse aber noch im Kopf und vor Augen habe. Manchmal ist es mir auch fast peinlich, wenn ich mich im Fitnessstudio an die Klimmzugstange wage, weil mehr als 2-3 Klimmzüge nicht drin sind. Aber ich weiß, dass diese Zweifel alle in meinem Kopf sind und versuche, mich davon nicht entmutigen zu lassen. 

Die Quintessenz von diesem Beitrag ist, euch Mut zu machen, falls ihr beim Sport schlechter zu sein scheint als früher oder euch etwas nicht (zu) traut. Auf Instagram scheint alles immer so leicht auszusehen, aber ich bin ehrlich und sage euch: Es ist nicht immer einfach, und ihr werdet nicht immer Fortschritte machen. Aber die wahre, mentale Stärke liegt darin, nicht auf die Stimmen im Kopf zu hören und trotzdem Spaß zu haben und nicht aufzuhören.

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