Hallo meine Lieben!

Keine Sorge, dies wird wohl der letzte Beitrag zu Kapstadt und Südafrika sein. Allerdings dachte ich mir, nach meinen drei längeren Reiseberichten einen kompakten Kapstadt Guide mit den Must-Do’s und Must-See’s zusammenzustellen. Die Punkte sind in zufälliger Order, es liegt kein Ranking vor-das wäre mir zu schwer gefallen. Also viel Spaß beim Durchlesen 🙂

  1. Ein Trip entlang der Garden Route

Ja, Kapstadt ist wirklich wunderschön. Allerdings ist es auch eine tolle Erfahrung, aus der Stadt hinauszukommen und die vielfältige Natur Südafrikas erleben zu können. Hierfür empfiehlt sich ein Roadtrip entlang der Garden Route an der Südküste des Landes-meine Erfahrung dazu könnt ihr hier nachlesen. An der Route werden unzählige Aktivitäten wie Safaris, Bungee Jumping oder Kanufahren angeboten und es ist für jeden Typen etwas dabei. Wer sich genauer informieren möchte: Die Garden Route hat eine eigene deutschsprachige Website.

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2. Wanderung auf den Lion’s Head

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Ok, hier muss ich zugeben, dass ich diesen Punkt leider nicht selbst abhaken konnte, obwohl er eigentlich beinahe Pflicht gewesen wäre. Der Lion’s Head trennt die Innenstadt Kapstadt’s von Camp’s Bay,  dem größten Strand der Gegend ab und dementsprechend hat man einen tollen Ausblick über das ganze Gebiet. Während des Aufstieges kommt man auch an Wally’s Cave vorbei, die (ebenso wie der Gipfel des Lion’s Head) eine perfekte Kulisse für spektakuläre Fotos abgibt. Falls ihr euch ein besseres Bild vom Aufstieg und Ausblick machen wollt, dann sehr euch das eingebettete Video der Youtuberin Mimi Ikonn an, die zur selben Zeit wie ich in Südafrika war und im Gegensatz zu mir den Aufstieg machen konnte.

3. Einen der Clifton Beaches besuchen

Am Fuße des Lion’s Head befinden sich die vier Clifton Beaches, die im Gegensatz zu Camp’s Bay weniger touristisch geprägt sind und auch von vielen Locals besucht werden. Weißer Sand, Sonne und Schatten spendende Felsen-was will man mehr? Wer zwischen den vielen Aktivitäten in Kapstadt mal einfach nur entspannen und sich ausruhen will, dem sind die Clifton Strände wärmstens zu empfehlen. Der einzige Nachteil hier sind die eisig kalten Wassertemperaturen. Wer auch baden gehen will, sollte zum wärmeren aber nicht weniger schönen Surferstrand Muizenberg hinausfahren.

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4. Ans Kap der Guten Hoffnung fahren

Wenn man schon in Kapstadt ist,  dann ist es ja fast seine Pflicht, sich das Kap der Guten Hoffnung anzusehen, oder? Es befindet sich etwa eine einstündige Autofahrt von der Stadt entfernt in einem Nationalpark. Hier kann man sowohl das Kap der Guten Hoffnung (südwestlichster Punkt Afrikas) als auch Cape Point, den südlichsten Punkt des Kontinents, besuchen. Eine tolle Gelegenheit, um mal aus der Innenstadt hinauszukommen und die wunderschöne Natur Südafrikas zu bewundern.Einen detaillierteren Bericht zu meinem Trip dorthin findet ihr hier im zweiten Teil meines Kapstadt Travel Diarys.

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5. Die Pinguine am Boulder Beach besuchen

Dieser Punkt schließt an den vorhergegangen an, da man die beiden Aktivitäten gut miteinander verbinden kann. Boulder Beach, die Heimat der afrikanischen Pinguine, befindet sich nämlich in der Nähe des Kaps der Guten Hoffnung. Jeder Tierliebhaber wird sich an den drolligen kleinen Gesellen erfreuen können, die keine Menschenscheu zeigen und einem ganz nahe kommen.

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6. Sonnenauf- oder Untergang am Tafelberg erleben

Sonnenuntergänge an sich sind schon etwas Tolles, über das ich mich eigentlich tagtäglich freue. Kann man dieses Naturphänomen allerdings auf der Spitze eines Berges erleben, ist es noch einmal um einiges atemberaubender. Wer eine Challenge möchte, kann den Tafelberg dazu zu Fuß besteigen (bitte nur zum Sonnenaufgang, denn ein Abgang in der Dunkelheit kann lebensgefährlich sein!) oder-wie wir- die Seilbahn nehmen. Ab sechs Uhr abends kostet die noch dazu nur mehr den halben Preis 😉 Der Anblick der untergehenden Sonne über dem schier endlosen Ozean ist einfach nur wunderschön und etwas, was man während seines Aufenthaltes unbedingt erlebt haben sollte. Aber ich denke meine Bilder hier sprechen wohl für sich.

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7. Nach Woodstock fahren und dort den Old Biskuit Mill Market besuchen

Woodstock verbindet man zuerst wohl eher mit dem legendären 68er Festival, doch nein, in Kapstadt gibt es auch ein Stadtviertel, das diesen Namen trägt. In den vergangenen Jahren hat sich er Bezirk zum Künstler-man könnte auch sagen Hipster-Bezirk gewandelt, dem dortigen Äquivalent zum Wiener Neubau. Jederzeit sehenswert sind die tollen Graffitis, die man an zahlreichen Hausfassaden entdecken kann. Doch besonders lohnt sich ein Besuch Samstags, wenn die stillgelegte Keksfabrik zum Treffpunkt der Kapstädter wird und sich zu einem Markt für lokale Kunst, Mode und ganz viel internationales Essen verwandelt. Im Gras sitzen, einen französischen Crêpe oder einen deutschen Flammkuchen essen und der Musik der Straßenkünstler zuhören-besser kann man einen Samstag Morgen doch gar nicht starten, oder?

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8. Eine der Free Walking Tours machen

Wer die wichtigsten Gegenden Kapstadts und deren Geschichte näher kennenlernen möchte, dem kann ich es nur ans Herz legen, eine der “Free Walking Tours” zu machen. Je zweimal täglich werden Führungen durch das historische Stadtzentrum, die Nachbarschaft Bo Kaap, den zu Zeiten der Apartheid vernichteten District 6 (ziemliche Parallelen zu “Die Tribute von Panem”, oder?) und die Waterfront angeboten. Gezahlt wird auf Basis einer freiwilligen Spende und diese war mir die informative Tour allemal wert.

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9. Den botanischen Garten Kirstenbosch besuchen

Ein weiterer Punkt auf meiner Kapstadt-Buckellist, den ich zu meinem Bedauern nicht abhaken konnte. Kapstadt ist nämlich auch die Heimat eines der wohl schönsten botanischen Gärten weltweit, der über ein weitläufiges Areal und natürlich, wie der Name schon sagt, eine wunderschöne Pflanzenwelt verfügt. Wenn ich hierhin zurückkommen sollte, wird dieser Ort auf alle Fälle aufgesucht.

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10. Sich mit der Kultur und Geschichte des Landes auseinandersetzen

Der für mich wichtigste Punkt von allen. Ich finde es essentiell, sich während eines Auslandaufenthalts nicht in einem Resort von der heimischen Bevölkerung, ihrer Kultur und Geschichte abzuschotten und sein gewohntes Leben samt Traditionen einfach für ein paar Tage/Wochen an einen anderen Ort zu verlegen. So informierte ich mich schon im Vorhinein ein wenig über Kapstadt und seine Geschichte und versuchte, öfters mit Locals ins Gespräch zu kommen, denn so bekommt man meiner Ansicht nach den abgerundeten und vollkommensten Eindruck eines Ortes. Einer meiner Taxifahrer beispielsweise erzählte mir, im Alter von 13 Jahren aus dem “unerwünschten” District 6 vertrieben worden zu sein, ehe dieser dem Erdboden gleich gemacht wurde-eine heftige Geschichte.  Im Falle von Kapstadt bedeutete das, sich mit dessen teils schwieriger Vergangenheit und noch bestehenden sozialen Problemen auseinanderzusetzen  und so neue Perspektiven präsentiert zu bekommen.

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