Hallo meine Lieben!

Wie angekündigt folgt nun auch der zweite Teil des Berichts meines Kapstadt Aufenthalts. Nachdem die erste Woche sehr ereignisreich und voller Aktivitäten war, ging ich diese Woche etwas ruhiger an und genoss den südafrikanischen Sommer in vollen Zügen. Außerdem muss ich dazusagen, dass planungsmäßig leider so manches schief ging und die eine oder andere Aktivität gestrichen bzw. verschoben werden musste. Aber das werdet ihr ja gleich erfahren 😉

Am Montag machte ich eine “Free Walking Tour” durch das historische Zentrum Kapstadts. Meine Mitbewohnerin Ina hatte mich auf dieses Angebot aufmerksam gemacht. Jeden Wochentag werden zweimal täglich gratis Touristenführungen durch verschiedene Teile Kapstadts offeriert-die offizielle Website des Angebotes findet ihr hier. Ich entschied mich wie schon erwähnt für die “Historic Tour” und bekam dadurch einiges Hintergrundwissen zu dem Gebiet, in dem ich mich seit über einer Woche täglich bewegte. Treffpunkt für die Tour war der “Green Market Square, und entgegen meiner Bedenken fand ich die (große) Gruppe sofort. Als erstes wurde uns ein Klumpen Beton gezeigt, der sich mitten auf der Fußgängerzone der Saint Georges Mall befand. Doch dieses von mir unbeachtet gebliebene Stück Beton stellte sich als originaler Teil der Berliner Mauer heraus, der Nelson Mandela 1994 von Deutschland als Zeichen seiner Unterstützung geschenkt worden war. Ich war natürlich äußerst überrascht über diese Enthüllung. Als nächstes ging es zur nur wenige Meter entfernten St. George’s Cathedral, die während der Zeit der Apartheid (eine Periode der strikten Rassentrennung) eine entscheidende Rolle gespielt hatte. Hier waren als Zeichen des friedlichen Widerstands gegen diese Ordnung jeden Sonntag Menschen aller Kulturen und Ethnien zum Gottesdienst eingeladen und der damalige Bischof Kapstadts, Desmond Tutu (der auch heute noch jeden Freitag in der Kirche predigt), wurde für dieses Engagement in den 1980er Jahren sogar mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Danach spazierten wir zum ehemaligen Department of Justice, wo während der Apartheid die Rasse der südafrikanischen Bürger durch lächerliche Kriterien “bestimmt” wurde.Vor dem Gebäude waren Sitzbänke aus der Zeit der Rassentrennung platziert, denn damals durften sich Weiße und Nicht-Weiße nicht einmal eine Parkbank teilen! Eine surreale Tatsache, die für mich schwer zu begreifen und zu verarbeiten war. Es ist schwer für mich, die Gefühle zu beschreiben, die ich mich während den Schilderungen unseres Tour Guides überkamen, doch selbst er als Fachmann konnte mir die Frage, die ich ihm später stellte, nicht beantworten: Warum? Warum entschied sich ein freies, von keiner Kolonialmacht mehr abhängiges Land kurz nach dem zweiten Weltkrieg plötzlich dazu, seine Bevölkerung zu separieren und in Klassen aufzuteilen?

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Weiter ging es durch den wunderschönen Company’s Garden, den ich schon in der Vorwoche bei meiner kurzen Stadtführung gesehen hatte. Dort hatte ich das Glück, dass eines der überhaupt nicht menschenscheuen Eichhörnchen zu mir kam und zur Suche nach Futter meine Hand beschnupperte. Ich war natürlich entzückt davon. Im Company’s Garden befanden sich auch das Tuynhuys, das, wie der Name vermuten lässt, den Amtssitz des südafrikanischen Präsidenten darstellt. 1647 erbaut diente es zuvor schon mehr als 250 Jahre lang als Residenz der kolonialen Verwalter der Niederlande und Großbritanniens. Direkt daneben war (praktischerweise) das Parlament Südafrikas errichtet worden, da Präsident Jakob Zuma zum Zeitpunkt unserer Tour gerade dort residierte konnten wir das Gebäude jedoch nicht betreten. Ich genoss die Atmosphäre im Park sehr, da hier neben selbstgerechten Waren, die angeboten wurden, auch Straßenmusiker performten und zur Stimmung beitrugen. Aus dem Park heraußen ging es zur Slave Lodge. Hier waren in vergangenen Zeiten die Sklaven, die mit Schiffen im Hafen angekommen waren, mit einem Namen ausgestattet und anschließend verkauft worden. Der Name eines Sklaven setzte sich üblicherweise aus einem zufällig gewählten Vornamen und dem Ort seiner Ergreifung/Versklavung zusammen, so z.B. hieß eine Frau “Inge van Madagaskar”. Vor dem Gebäude war ein Memorium aufgestellt, in dem einige Namen ehemaliger Sklaven eingraviert worden waren. Letzter Stop unserer Tour war die City Hall, das Rathaus Kapstadts. Auf dem Balkon des Gebäudes hatte einst Nelson Mandela nach seiner 27jährigen Gefangenschaft das erste Mal zum südafrikanischen Volk gesprochen, und auch während der Fußball Weltmeisterschaft fanden auf dem davor befindlichen Platz Public Viewings statt.

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Nach der Tour ging es noch ein wenig durch die Boutiquen der Innenstadt schlendern, die wunderschöne Sommerkleider und Jumpsuits anbieten, wie man sie im weniger sonnigen Europa in den Läden nicht findet. Allerdings hatten die guten Stücke auch ihren Preis (ca. 700 Rand, also fast 50 Euro) und das war es mir dann doch nicht wert. Natürlich gingen wir auch diesmal abends wieder zum Essen aus: Eine Freundin schlug das Orinoco in der Bree Street vor, dass südamerikanische Küche anbietet. Wer mit der südamerikanischen Küche vertraut ist, wird wahrscheinlich wissen, dass diese wenig vegetarierfreundlich ist-so hatte ich hier zuerst Probleme, ein fleischloses Gericht zu finden. Schließlich entschied ich mich für gefüllte Tacos (von denen ich die Rindfleischfülle abbestellte) und als Beilage Spargel mit Chiliöl. Die Würzung und Zubereitung der Gerichte war definitiv ungewöhnlich für meinen Gaumen, aber wirklich gut 🙂 Im Anschluss gingen wir dann noch kurz auf einen Drink ins Moustaccio.

Am Dienstag fuhren wir einmal mehr zur Waterfront, da sie einfach einen der Mittelpunkte des kapstädtischen(?) Lebens darstellt. Dort besuchten wir zuerst die Food Hall und stärkten uns an den vielen süßen und salzigen Leckereien. Danach durchstreiften wir noch ein wenig die Shops des Einkaufszentrums. Ursprünglich hatten wir geplant, im Anschluss in das Kino der Waterfront zu gehen, um uns, passend zum Valentinstag, “Fifty Shades Darker”anzusehen. Allerdings fühlten wir uns in Anbetracht des strahlend schönen Wetters überhaupt nicht nach Kino und beschlossen spontan, stattdessen nach Camp’s Bay zu fahren und dort bei einem Bier den Sonnenuntergang zu genießen. Gesagt, getan: Zwar war es am Strand dann etwas windig, der Sonnenuntergang selbst war aber wie jeden Tag auf’s Neue gewohnt spektakulär. Danach meldete sich der Hunger erneut bei uns und wir legten noch einen Stop beim Italiener ein, bevor es zurück nach Hause ging.

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Leider waren wir am Mittwoch nicht von Glück gesegnet. Ursprünglich war geplant, zum Kajaking zu gehen. Als ich allerdings zum Treffpunkt kam, erfuhren wir dort, dass die Aktivität vom Anbieter wegen der Windbedingungen kurzfristig abgesagt worden war (obwohl wir vom besagten Wind absolut nichts bemerkten). Also beschlossen ein paar der anderen Betroffenen und ich, stattdessen einen Strandtag einzulegen und fuhren an den vierten Clifton Beach. Wie auch schon am vorigen Mittwoch ging es auch diesmal wieder   zum Clubbing in die Long Street. Das Vergnügen war für mich allerdings auch diesmal eher kurz, da eine meiner Freundinnen entschieden hatte, aufgrund privater Umstände kurzfristig bereits am nächsten Tag abzureisen. Natürlich gab es da einiges mit ihr zu besprechen und das geht in einem Club nun mal weniger gut 🙂

Auch der Donnerstag war ziemlich chaotisch: Eigentlich war geplant, zu fünft mit einem privaten Fahrer zum Kap der Guten Hoffnung zu fahren. Ich sollte am Vortag per Mail über die Uhrzeit unseres Aufbruchs informiert werden, als dies ausblieb ging ich am Morgen persönlich zum Aktivitätscenter. Hier wurde mir mitgeteilt, dass vergessen worden war, unsere Buchung durchzuführen-man könne den Ausflug allerdings für Freitag planen. Also sagte ich meinen Freunden ab und informierte sie über den möglichen Ersatztermin. Nur eine Stunde später wurde ich allerdings vom Aktivitätscenter angerufen, ich solle herkommen, da unser Fahrer nun doch da sei. Anscheinend war unser Trip doch gebucht worden, allerdings schon um zehn anstatt um elf Uhr dreißig. Ich wurde aufgefordert, meine Freunde anzurufen, um nun doch zu fahren zu können. So kurzfristig erreichte ich jedoch nur zwei von ihnen und die waren auch nur mäßig begeistert, da sie so spontan noch nicht für den Ausflug hergerichtet waren. Also musste ich dem Fahrer, der schon hier war, absagen und ihn auf den nächsten Tag vertrösten, was mir natürlich unangenehm war. Eine größere Aktivität war an diesem Tag klarerweise so schnell nicht mehr planbar (und nach dem ganzen organisatorischen Stress hatte ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr darauf). Also gingen wir, um das ganze erst mal zu verdauen, in die “German Dinkel Bakery”, eine Bäckerei und Boulangerie, die von einer Deutschen geführt wird und auch deutsche Spezialitäten anbietet. Obwohl es eigentlich unser Mittagessen war, Frühstück geht zu jeder Tageszeit. So entschied ich mich für Pfannkuchen mit frischen Früchten, was sich als gute Wahl herausstellte. Ich denke das Bild sagt alles 😉 Am Nachmittag erstand ich im Shop “PresentSpace” in der Kloof Street eine Halskette mit einem Anhänger in der Form von Afrika. An der Stelle, wo sich Südafrika befindet, war ein Herz eingraviert. Ein echt schönes Accessoire, das mich immer an meine Zeit hier erinnern würde. Der Shop hatte generell eine Vielzahl toller Geschenke und Dekoprodukte, und ich kann ihn jedem Besucher von Kapstadt nur empfehlen. Wer interessiert ist, hier habe ich die Facebookseite des Geschäftes verlinkt. Der Abend wurde mal wieder in der Long Street verbracht: Zuerst gab es Wraps im Sgt. Pepper’s, anschließend ging es dann noch in die nahegelegene Shishabar.

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Am Freitag traten wir dann zum Glück doch noch die Reise zum Kap der Guten Hoffnung an, auch wenn von unserer ursprünglichen Fünfergruppe terminbedingt nur zu dritt fahren konnten. Unser erster Stop war Chapman’s Peak, ein Aussichtspunkt an der Küstenstraße, von dem man einen tollen Blick über die Hout Bay hatte. Leider kommt der Ausblick, den wir hier hatten, auf den Bildern nicht so gut rüber wie er in der Realität war, wie es des Öfteren der Fall ist. Danach ging es weiter in Richtung Cape Point. Das kam der Guten Hoffnung befindet sich in einem Nationalpark, für den man logischerweise Eintritt bezahlen muss. Nach einer kurzen Wartezeit vor dem Eingang (an Wochenenden kann sich diese sehr lange ziehen) konnten wir den Nationalpark mit dem Auto befahren und ab da war es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel. Am Kap, dem südwestlichsten Punkt Afrikas angekommen, machten wir natürlich Fotos vor dem ikonischen Schild, bevor ich für eine noch bessere Aussicht auf den danebenliegenden Hügel/Berg kletterte. Normalerweise zeigen sich im Park überall wilde Tiere wie Vogelstraußen oder Affen, aufgrund der Hitze an diesem Tag blieben sie jedoch im kühleren Gebüsch verborgen. Wenige hundert Meter weiter lag Cape Point, der südlichste Punkt Afrikas, den wir natürlich auch noch besuchen mussten. Cape Point liegt auf einem Hügel, an dessen höchstem Punkt sich ein Leuchtturm befindet. Wegen der schon angesprochenen Hitze beschlossen meine Freundinnen, am Fuß des Hügels zu bleiben und sich dort auszuruhen, während ich zum Leuchtturm hinaufstieg. Oben angekommen hatte ich einen tollen Blick in die Umgebung, und als jemand, der davor eigentlich nur das Mittelmeer und die Ostsee gesehen hatte, schaute ich zum ersten Mal in meinem Leben auf die Weiten des Meeres, ohne in der Ferne Land erkennen zu können sondern nur scheinbar unendliche Wassermassen.

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Mit dem Kap der Guten Hoffnung war unser Trip allerdings noch nicht zu Ende: Als nächstes fuhren wir zum nahegelegenen Boulder Beach, der Heimat der afrikanischen Pinguine. Schon am Weg dorthin sahen wir Straßenschilder, die wie in unseren Breiten vor Rehen vor Pinguinen auf der Fahrbahn warnten. Wie oft diese Schilder  wohl von Touristen als Souvenir entwendet werden? Ich erwartete, am Strand ein paar einzelne Pinguine zu sehen und knipste daher bei meiner ersten Sichtung eines Pinguins in circa zehn Metern Entfernung bereits enthusiastisch drauf los. Wenig später realisierte ich allerdings, dass sich hier mehrere hundert Tiere aufhielten und man sich ihnen bis auf weniger als einen Meter nähern konnte. Unser Fahrer zeigte uns auch das Gebüsch, in dem die Pinguine ihre Eier ausbrüteten. Hier entdeckte ich auch direkt neben dem Parkplatz eines der Tiere und steckte ihm sogar meine Hand entgegen. Erst als ich nur noch etwa zehn Zentimeter entfernt war, schnappte es nach mir, dank meiner durch meine Katze erprobten Reflexe zog ich diese allerdings rechtzeitig zurück. Meine Liebe zu den Pinguinen schmälerte dieser Vorfall allerdings keineswegs. Der letzte Stop unseres Trips war Muizenberg Beach, ein Strand in den Vororten Kapstadts. Im Gegensatz zum schmerzend kalten Wasser in Camp’s Bay oder Clifton Beach konnte man hier problemlos ins Meer gehen und die relaxte Atmosphäre am Strand genießen. Muizenberg ist einer der Surf-Hotspots in der Gegend und wir konnten hier einer Vielzahl an Surfern zusehen. Außerdem stehen in Muizenberg die ikonischen bunten Strandhäuser, die auf so mancher Postkarte Kapstadts abgebildet sind. Und was soll ich sagen-als jemand, der sich sehr für Architektur begeistern kann, war ich natürlich entzückt von den Häuschen und wir mussten gleich ein paar Tour-Fotos davon und davor schießen.

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Anschließend ging es wieder heim nach Kapstadt, nach einer schnellen Dusche und einem Outfitwechsel trafen wir uns schon wieder zum Abendessen im Moustaccio, bevor es zum großen Vorglühen in die Residenz der anderen in den City Chambers und anschließend in den Club 31 ging. Wie der Name schon verrät, befand sich der Club in der 31. Etage eines Bürokomplexes und man hatte dort eine tolle Aussicht auf die nächtlich beleuchtete Innenstadt. Leider ließ der Türsteher die Jungs in unserer Gruppe im Gegensatz zu uns Mädels nicht hinein, wodurch wir uns trennen mussten. Dennoch hatten wir eine tolle Zeit im Club, da wir hier auch viele bekannte Gesichter wiedersahen. Vom langen und ereignisreichen Tag ermüdet nahmen wir um halb drei Uhr morgens dann schließlich ein Uber heim, da wir den letzten gemeinsamen Vormittag auch noch nutzen wollten.

Als ich am Samstag aufwachte, hätte ich mich gerne nochmal im Bett umgedreht. Allerdings packte mein Koffer sich nicht von allein und meine Freunde und ich hatten vereinbart, um zehn Uhr morgens zum Old Biscuit Mill Market im hippen Woodstock Viertel zu fahren. Wer schon mal auf einem Street Food Festival war, kann sich den dortigen Markt circa so vorstellen, nur in größerem Format: In zwei Zelten wurde auf zahllosen Ständen Spezialitäten aus aller Welt angeboten. Wir hatten sprichwörtlich die Qual der Wahl, schlussendlich entschied ich mich für einen vegetarischen Flaumkuchen. Unser Essen verzehrten wir auf der Wiese vor dem Zelt, während wir den Klängen der dort spielenden Musiker lauschten. Gesättigt warfen wir noch einen Blick auf die Pop-Up Stores im Biscuit Mill Gebäude, in denen Schmuck und Kleidung von lokalen Designern angeboten wurden. Danach ging es ein letztes Mal an die Waterfront. Für mich, um noch ein paar Souvenirs von meinem letzten südafrikanischen Geld zu besorgen, für die anderen, um in Shimmy’s Beach Club in der Sonne zu entspannen und baden zu gehen. Dort trennten sich die Wege von meinen Freunden und mir. Da ich in solchen Situationen relativ sentimental werden kann, wen ich mich zu sehr darauf einlasse, machten wir das ganze relativ kurz und schmerzlos. Nach dem Souvenir (und Reiseproviant)kauf ging es ein letztes Mal in meiner Residenz in Bo Kaap, wo ich mich herzlich von meiner Hausverwalterin Aisha verabschiedete, ehe mein Transfer zum Flughafen ankam und ich meine Reise zurück nach Österreich antrat.

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Insgesamt hat mir mein Aufenthalt in Kapstadt sehr gut gefallen, wozu natürlich auch meine hier gefundenen Freunde ihren Beitrag leisteten. Kapstadt und die Provinz Western Cape sind eine vielfältige und diverse Gegend mit unzähligen Freizeitmöglichkeiten, coolen Locations und Events zu günstigen Preisen. Ich sage ganz ehrlich, dass meine zwei Wochen hier zu kurz waren und ich mindestens  ein Monat hätte einplanen sollen (was wegen der Uni leider nicht möglich war). Ein Post mit meinen Top 10 Sehenswürdigkeit von Kapstadt ist schon in Planung 🙂

Obwohl dieser Post schon sehr lang ist, gibt es ein Thema, dass ich unbedingt noch ansprechen muss, da danach sicher am häufigsten gefragt wurde: Sicherheit in Südafrika. Ich persönlich fühlte mich in Kapstadt grundsätzlich sicher und wie meine anderen, weißen Freundinnen auch ging ich bei Tag allein durch die Straßen der Innenstadt, ohne eine schlechte Erfahrung gemacht zu haben oder mich unwohl zu fühlen. Hierbei kommt es natürlich sehr auf das Stadtviertel an, in der man sich bewegt, und auch in anderen, weniger multikulturellen Großstädten Südafrikas wie Johannesburg oder pretoria würde ich ein solches Verhalten nicht empfehlen. Wie mir mehrfach gesagt wurde: It’s all about common sense”. Daher habe ich hier noch kurz meine Top 5 Sicherheitstipps für einen Aufenthalt in Kapstadt zusammengefasst:

  •  Achtet darauf, eure Handtasche geschlossen zu haben
  • Vermeidet es wenn möglich, euer Handy auf offener Straße in der Hand zu haben-man könnte es euch stehlen
  • Benutzt nur Geldautomaten in Geschäften-viele der Geldautomaten auf den Straßen haben Codelesegeräte eingebaut, die euren PIN ablesen und euer Konto daraufhin um Geld erleichtern könnten
  • Nehmt nach Einbruch der Dunkelheit Taxis nach Hause-auch in der Gruppe würde ich keine weiteren Strecken mehr zu Fuß gehen
  • Um unseriöse Taxiunternehmen oder Touristen-Abhocke zu vermeiden, verwendet die App Uder-Erstens sind die Kosten geringer und durch die verpflichtende Bewertung der Fahrer und strenge Auswahlkriterien (keine Vorstrafen, verpflichtender Fingerabdruck und funktionierendes Auto etc.) ist eine sichere Heimfahrt gegeben.

Wer diese fünf Tipps befolgt, sollte in Kapstadt auf keine Sicherheitsprobleme stoßen. Und meiner Meinung nach wäre es mehr als schade, sich dieses tolle und vielfältige Land aus unbegründeter Angst entgehen zu lassen.

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