Hallo meine Lieben!

Ja, ihr seht richtig-ein weiteres Travel Diary ^^ Dies hat den Grund, dass ich die Freiheit, die ich diesen Sommer vor Beginn der FH (aka dem “Ernst des Lebens”) habe, noch einmal richtig ausnutzen wollte-und das bedeutet für mich zu reisen. So verbrachte ich die letzte Augustwoche mit meiner Familie und engen Freunden in Estepona, Andalusien. Das Land Spanien hat es mir generell angetan, ich liebe die Kultur, die Städte und Menschen dort einfach. Daher würde ich einen Urlaub dort ohne eine Sekunde zu zögern jederzeit Italien oder Griechenland vorziehen.

So ging es auch in diesem Jahr wieder nach Espana. Insgesamt war das bereits mein 7. Besuch des Landes, und ein Ende ist ehrlich gesagt auch noch nicht in Sicht. Das genaue Ziel meiner Reise war Estepona, ein kleiner Ort nahe Marbella an der Costa del Sol. Unser Hotel war direkt am Meer an einem Naturstrand gelegen, was natürlich mega praktisch war, wenn man plante baden zu gehen. Das Meer an der Costa del Sol ist normalerweise relativ ruhig, was für Schwimmer ideal ist-surfen hingegen könnte sich als Herausforderung gestalten.

Wie bereits erwähnt liebe ich die spanische Kultur und so wurden während unseres einwöchigen Aufenthalts einige Orte besichtigt. Hierbei werde ich in chronologischer Order meiner Ausflüge vorgehen.

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Estepona bei Nacht

Nach einer langen Anreise mit Zug, Flugzeug und Bus erreichten wir am Sonntag Nachmittag unser Hotel. Den verbleibenden sowie darauffolgenden Tag “erholten” wir uns von den Reisestrapazen, indem wir vorrangig am Pool entspannten. Lediglich am Montag Abend fuhren wir mit unserem Mietauto in die Innenstadt Esteponas und waren sehr positiv überrascht davon, wie schön und sauber die in weiß gehaltene Altstadt dieses touristisch wenig erschlossenen Orts doch war. Falls ihr euch in der Gegend aufhaltet ist Estepona definitiv ein Geheimtipp 🙂

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Für den Dienstag hingegen war ein etwas größerer Trip geplant-wir hatten vor, das Land zu verlassen. Wer sich jetzt wundert, dem kann ich hiermit Entwarnung geben: Wir fuhren bloß nach Gibraltar, die historisch zu Großbritannien gehörende Provinz an der Südspitze der iberischen Halbinsel. Wer hier hinreist, braucht gute Nerven: Die Autos und Busse der Touristen standen in langen Schlangen schon weit vor der Grenze, so dass wir beschlossen, auf einen Parkplatz ein paar hundert Meter vor der Grenze stehenzubleiben. Das kann ich jedem, der zur Hauptsaison anreist, nur wärmstens empfehlen, da man sich dadurch lästige Zeit im Stau spart. Nach einer (sehr lockeren) Passkontrolle betraten wir das Territorium des UK, was sogleich durch eine signifikante rote Telefonzelle ersichtlich war. Doch unser Eintritt in die Innenstadt verzögerte sich noch um ein paar Minuten: Da auf Gibraltars kleiner Fläche wirklich jeder Quadratmeter zählt, führt die Personen-sowie Kraftfahrzeugstraße quer über den dortigen Flughafen. Und just zu unserer Ankunft wollte auch ein Flieger landen, sodass wir dessen Landung wenige Meter neben uns abwarten mussten, bevor der Verkehr seinen gewohnten Lauf aufnehmen konnte.

Die Innenstadt war gesteckt voll, und Mengen an Touristen schlenderten durch die Straßen voller britischer Geschäfte (Topshop, Marks´s & Spencer´s) und Ketten (Costa Coffee). Nach einer kurzen Erkundung der Stadt ging es für uns hinauf auf den “Rock”, den Felsen, der sich in Gibraltar erhebt. Zuerst hatten wir geplant, mit der Seilbahn zu fahren, doch da diese Wartezeiten von über einer Stunde erfordert hätte- nahmen wir eine Privattour mit dem Auto eines Führers in Anspruch. Das sollte sich als gute Entscheidung erweisen- nicht nur waren wir wesentlich schneller, wir bekamen für denselben Preis Infos zu den Sehenswürdigkeiten und hielten während der Fahrt an mehreren historisch interessanten Stellen oder Aussichtspunkten an. Einer dieser Stops war u.a. auch eine Felsenhöhle, wie man sie z.B. auch in Nerja finden kann. Die Höhle an sich war beeindruckend, lediglich die diskoähnliche Beleuchtung lenkte störend von dem Naturschauspiel ab.

Oben am Fels angekommen sahen wir die berühmten hier lebenden Affen, die alles andere als scheu waren und sich uns auf weniger als einen Meter näherten. Als wir wieder abfuhren, wollte eines der Tiere sogar in unser Auto eindringen, da es unseren Führer kannte und sich eine Belohnung von ihm erhoffte. So bekam er auch eine Banane, woraufhin er von unserem Fahrzeug abließ. Abschließend besuchten wir noch das “Rock Museum”, welches von der Geschichte Gibraltars als Militärstützpunkt handelte und sich durch die vor hunderten Jahren zur Verteidigung angefertigten Tunnelsystem erstreckte. Das Museum war allerdings weniger spektakulär und kann gut weggelassen werden. Bevor wir Gibraltar endgültig den Rücken zukehrten, nutzte ich die niedrigen Preise und den schwachen britischen Pfund, um ein paar Kosmetikartikeln zu erstehen. So kaufte ich einen MAC Lippenstift um 12 Pfund (in Österreich 21,50€) und mein Trockenshampoo um 2,80, das normalerweise 6 kostet. Hier könnt ich euch einiges an Geld sparen-Voraussetzung ist allerdings eine Kreditkarte, denn falls man in Euro bezahlt, bekommt man einen signifikant schlechteren Preis.

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Am Mittwoch gingen wir es wieder etwas gemütlicher an: Am Vormittag fuhren wir ins nahe gelegene Marbella, schlenderten dort die Strandpromenade entlang und erkundeten die zauberhafte, mit vielen liebevollen Details verzierte Altstadt. Marbella war ganz anders, als ich mir den Ort im Vorhinein vorgestellt hatte-weniger touristisch und architektonisch schöner. Ich persönlich mag es, Orte zu besuchen, bei denen man merkt, dass hier gelebt wird, und die dadurch einen eigenen, distinktiven Charakter haben-und das hat Marbella sicherlich. Den restlichen Tag ging es für uns zurück ins Hotel, wo wir das herrliche Wetter zum Baden nutzten.

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Donnerstag ging es wieder etwas weiter weg-und zwar in die Berge, in das Städtchen Ronda. Obwohl klein, gehört der Ort zu den mistbesuchten in Andalusien. Denn Ronda wurde direkt im Gebirge (so weit man das als Österreicher als solches bezeichnen kann) auf den dortigen Felsen erbaut, und seine auf zwei verschiedenen Bergen über einer Schlucht gelegenen Stadtteile wurden durch eine gigantische Steinbrücke verbunden. Der Blick auf die und von der Brücke war wirklich spektakulär und bot einen starken Kontrast zu den Sandstränden, die wir an den vorherigen Tagen gesehen hatten. Zwar hatte Ronda von seiner ikonischen Brücke abgesehen wenig interessantes (für mich) zu bieten, doch das architektonisch eindrucksvolle Konstrukt war die Anreise sicher wert.

 

Unseren letzten und gleichzeitig größten Ausflug tätigten wir am Freitag. An diesem Tag ging es nach Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens und drittgrößte Stadt Spaniens. Da die Anreise ca. 3 Stunden dauern würde, saßen wir um 7 Uhr morgens bereits schläfrig im Reisebus-manche waren sich sichtlich nicht ganz sicher, ob der Trip das frühe Aufstehen müssen wett machen würde 😉

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Doch das tat es definitiv. Ich muss sagen, dass Sevilla mich wirklich vom Hocker gehauen hat. Die Stadt ist sehr sauber, toll restauriert und für mich eine Mischung aus der imperialen Wucht Wiens und dem verspielten Charme Andalusiens. Man sieht gut, wie hier die Einflüsse der 800jährigen Herrschaft der Maurer und der spanischen Seite der habsburgischen Kaiserfamilie, die hier einst residierte, aufeinandertreffen und zu einem einzigartigen Ganzen verschmelzen. In Sevilla hätte ich gerne mehr als nur einen Tag verbracht, da die vielseitige Stadt noch so viel mehr zu entdecken hergeben würde. Hinter jeder Ecke versteckte sich ein neuer, eindrucksvoller Platz oder ein liebevoll gepflegter maurischer Garten. Daher plane ich auch, bald noch einen separaten Post zu den Top 5 Sehenswürdigkeiten in Sevilla zu veröffentlichen. Bis dahin kann ich aber schon sagen: Beide Daumen hoch für Sevilla, die Stadt sollte man auf alle Fälle mal gesehen haben. Und für die Game of Thrones Fans unter euch: Seit der 5. Staffel wird hier für die Serie gedreht.

Damit war unser Urlaub auch fast schon zu Ende. Den Samstag, der gleichzeitig unseren letzten vollen Tag darstellte, nutzten wir noch einmal intensiv zum Baden, Entspannen und Sonne tanken, bevor es voller neuer Eindrücke im Gepäck zurück in die Heimat ging.

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