Hallo meine Lieben!

Heute folgt der zweite Teil der 10 Dinge, die man meiner Ansicht nach in New York gemacht oder gesehen haben sollte. Ich hoffe natürlich, dass euch dieser Beitrag wieder Inspiration bietet oder euch den einen oder anderen neuen Platz in der Stadt kennenlernen lässt.

6. Chelsea/ Der Chelsea Market

Neben SoHo ist Chelsea mein absolutes Lieblingsviertel Manhattans. Seine nur wenige Stockwerke hohen, bunten Häuser mit den charakteristischen, bezaubernden Feuerleitern ließen mich mich Hals über Kopf in den Stadtteil verlieben. Nicht nur hat er einen weniger herausgeputzten Look als das touristische Midtown, der ihn authentischer und lebendiger wirken lässt-der Bezirk verfügt auch über verhältnismäßig viele Grünflächen und ist daher  gerade im Herbst mit seinen bunt gefärbten Bäumen ein beliebtes Fotomotiv von Touristen, Bloggern und Anrainern.

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Neben einer bezaubernden Nachbarschaft findet man in Chelsea auch das beste, was New York kulinarisch zu bieten hat. Hier kann man sehr gut, aber sehr teuer in den feinsten Restaurants der Stadt essen gehen. Ist man allerdings nicht gewillt, so viel Geld auszugeben, so ist der sich ebenfalls im Viertel befindliche Chelsea Market eine tolle Option: In dieser riesigen Markthalle findet man Kulinarik aus aller Welt zu erschwinglichen Preisen-so gab es etwa auch einen Berliner Currywurst Stand. Natürlich entschied ich mich jedoch nicht dafür, schließlich war ich ja nicht so weit gereist, um Produkte der deutschen Küche zu probieren.

7. Das One World Trade Center

Während meines Amerika Aufenthalts besuchte ich mehrere Wolkenkratzer, doch es gab einen, der mich besonders beeindruckt hat: Das erst vor wenigen Jahren eröffnete One World Trade Center. Im Vergleich zum weit beliebteren Empire State Building hat man hier kaum Wartezeiten einzurechnen, um auf das Gebäude zu gelangen-und der Blick, mit dem man belohnt wird, ist einfach unglaublich. Dadurch, dass man sich in Downtown Manhattan befindet, bietet sich einem ein Blick sowohl auf Midtown Manhattan mit seinen Wolkenkratzern, als auch auf das nahe Brooklyn, die Manhattan- und Brooklyn Bridge, das Empire State Building, die Freiheitsstatue, den Central Parc und Downtown-kurz gesagt auf all die wichtigen Punkte der Stadt. Für mich bot das One World Trade Center somit sicher den besten Blick auf die Stadt und ich kann einen Besuch-auch aufgrund der frisch eröffneten Mall darin sehr empfehlen.

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8. Der Central Parc

Ja, damit hat jetzt wahrscheinlich jeder gerechnet. Das tut allerdings nichts zur Sache, denn der Central Parc ist-obwohl das Gegenteil eines Geheimtipps-einfach ein sehenswerter Ort, den man sich bei einem New York Aufenthalt nicht auslassen sollte. Der Park verfügt neben seiner weitläufigen Grünfläche außerdem über einen eigenen Zoo (in dem die Protagonisten im Film Madagascar leben), einen Vergnügungspark und mehrere Teiche/Seen. Darüber hinaus ist dieser Ort auch perfekt zum von den Amerikanern geliebten “People watching”, denn hier kommen sowohl skurrile Gestalten als auch durchtrainierte New Yorker vorbei, denen es beim Sport machen im Park sicherlich auch ums Sehen und Gesehen werden geht.

9. Eine Broadway Show besuchen

Wenn man schon in  in der Welthauptstadt des Musicals ist, sollte man meiner Ansicht nach diese Chance nutzen und mindestens eines davon besuchen. Im Vergleich zu etwa den Salzburger Festspielen bekommt man auch Tickets zu annehmbaren Preisen: Ich entschied mich für eine Vorstellung von Les Miserables, da dieses im Unterschied zum populären “The Lion King” keine Filmadaption ist, sondern von Anfang an für die Bühne konzipiert wurde. Dafür zahlte ich 62$, was ein gerechter Preis ist im Austausch für die packende und hoch professionelle Show, die geboten wurde. An dieser Stelle muss ich gestehen, normalerweise kein großer Fan von Musical Inszenierungen zu sein-ich bin einfach sehr kritisch und kann so mit vielen Vorstellungen, selbst auf professionellem Level, herzlich wenig anfangen. Daher ist meine Begeisterung für meinen Musicalbesuch ein weiteres Testament zur Qualität der Inszenierung.

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Und hierzu noch ein weiterer Tipp: Nachts, wenn man nach dem Ende der Broadway Show aus dem Theater kommt und auf den Times Square tritt, sollte man die Atmosphäre des Moments aufsaugen. Denn selbst zu später Stunde ist hier alles noch hell beleuchtet, die Geschäfte haben geöffnet, Straßenkünstler zeigen ihre Fähigkeiten und eine große Zahl an Menschen ist auf den Beinen. In diesen Augenblicken bestätigt sich einem der Spruch “Die Stadt, die niemals schläft” aufs Neue.

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Der immer noch geschäftige Times Square um halb 11 Uhr Nachts

10. China Town & Little Italy

Ein weiteres Muss in New Yorks-oder beim Besuch einer nordamerikanischen Stadt generell-ist eine Besichtigung China Towns und Little Italys. Und wie es der Zufall so will, sind diese beiden Viertelchen direkt nebeneinander gelegen und so gut in einem Zug zu besichtigen. Klar gibt es Kritik, dass diese Orte umauthentisch und eine reine Touristenfalle seien, die man nicht komplett von der Hand weisen kann-Im Herz Manhattans gelegen, könnte sich ein einfacher Migrant bei den horrenden Mietpreisen hier sicherlich kein Restaurant oder einen Wohnsitz leisten. Daher wurden die beiden Viertel, wenn auch ursprünglich tatsächlich Sammelpunkt bestimmter Ethnien, inzwischen zu Sehenswürdigkeiten, die vom Tourismus zehren. Dementsprechend hoch auch die Preise, immerhin ist es weithin bekannt, dass man von Touristen auch gerne mal lächerlich hohe Summen verlangen kann-sie kaufen es trotzdem. So ließ auch ich es mir nicht nehmen, in Little Italy eine Portion Gnocci Napoletana für sage und schreibe 25$ zu verzehren, die zwar gut, aber nicht außergewöhnlich war.

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Denn die beste Pizza meines Lebens aß ich hier in New York-aber nicht in Little Italy, sondern in einer Seitenstraße der 5th Avenue, der 56rd Street. Und hierzu soll gesagt sein, dass ich mich wahrscheinlich relativ gut mit Pizzen auskenne-schließlich habe ich dieses Gericht bereits in den verschiedensten Teilen Italiens, von Kalabrien bis Rom, gegessen und meine Mitbewohnerin in meinem Studentenheim war ebenfalls Italienerin, wodurch öfters Pizza auf der Speisekarte stand. Doch keine dieser Pizzen kam für mich annähernd an die, die ich in diesem unscheinbaren Holzofen Imbiss bekam, heran. Was das Geheimnis ihres Geschmacks war, kann ich beim besten Willen nicht sagen-für mich und meine Freundin, die mit ihrer Familie bereits in vielen feinen Restaurants diniert hatte, stand lediglich fest, dass diese Pizza alle davor probierten übertraf. Die Pizza ließ mich nicht los, und so suchte ich den Laden-mit einer anderen Freundin-in der folgenden Woche ein zweites Mal auf. Diese Freundin war ebenso begeistert und besuchte den Laden auf eigene Faust selbst noch ein weiteres Mal-was definitiv für dessen Qualität spricht. Für alle, denen jetzt schon der Speichel aus dem Mund zu rinnen beginnt, verrate ich jetzt Namen und Adresse des Ladens: Er heißt Pizza da Solo und befindet sich in der East 56th Street, Ecke 5th Avenue, direkt gegenüber des nicht zu übersehenden Trump Towers. Hierzu schließe ich mit einer Anekdote: Während wir auf unsere Pizzen warteten, bemerkten wir eine große Gruppierung von Menschen, die ständig aus den Glastüre unseres Gebäudes nach oben starrten. Neugierig erkundigten wir uns, was den los sei,. Es stellte sich heraus, dass ein Mann gerade dabei war, mit Saugnäpfen den Trump Tower hochzuklettern, um mit Trump persönlich ein paar Worte wechseln zu können. Ein großes Aufgebot a Polizeikräften und Journalisten hatte sich versammelt und Teile der 5th Avenue wurden aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Meine Freunde und ich waren, sobald der Fassadenkletterer gefasst und die Tür zur besagten Straße geöffnet war, in der Lage, die gesamte Szenerie aus nächster Nähe zu beobachten. Ich als Journalismus Studentin hatte die unglaubliche Möglichkeit, keinen Meter entfernt von Fernsehreportern von ABC und FOX zu stehen, als diese eine Liveschaltung zum Ort des Geschehens moderierten und sogar ein paar Worte mit ihnen zu wechseln. Ein unbezahlbares Erlebnis!

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So, das waren meine 10 Tipps für einen New York Besuch samt ein paar Randnotizen. Mich würde hierzu euer Feedback interessieren: Gefällt es euch, wenn ich solche kleinen Anekdoten/Erzählungen in meine Post einbringe oder sollte ich das “Sachliche” strikter von meinen persönlichen Erlebnissen trennen? Ich freue mich auf eure Meinung-schließlich will ich die Qualität meiner Berichte laufend verbessern.

Bis dahin wünsche ich euch einen erfolgreichen Wochenstart 🙂

 

 

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