Hallo liebe Leser!

Ich bin, wie ihr vielleicht auf meinem Instagram daily_dose_of_happiness_2016 mitbekommen habt, seit Sonntag Abend voller Energie und Inspiration wieder aus Amsterdam zurück.

Am Freitag klingelte der Wecker schon um 4:30 in der Früh für mich und ich machte mich gemeinsam mit meiner besten Freundin auf den Weg zum Flughafen. Wir buchten unseren Flug online über Oppodo, checkten auch per Internet ein, sparten uns damit viel Zeit und brauchten daher am Flughafen nur mehr die Sicherheitskontrolle zu durchlaufen. Um 9 in der Früh landeten wir wohlbehalten in Amsterdam, nahmen dort den Zug vom Flughafen in das Stadtzentrum, von wo aus wir einen ca. zehnminütigen Fußweg zu unserem Hostel absolvierten.

 

 

Wir schliefen im Shelter City Hostel, einer christlichen Unterkunft. Ich kann diese nur weiterempfehlen, da sie verhältnismäßig günstig sowie sauber war und sowohl Personal als auch Gäste sehr freundlich, offen und zuvorkommend waren. Wir lernten während unseres doch relativ kurzen Aufenthalts Menschen aus ganz Westeuropa kennen und ich hatte die Gelegenheit, meine Sprachkenntnisse endlich mal wieder anzuwenden. Auch das Frühstück war für ein Hostel mehr als in Ordnung: Man konnte zwischen einem pikanten Brötchenfrühstück mit Wurst und Käse und Müsli mit Früchten und Joghurt/Milch wählen. Zusätzlich dazu gab es jeden Tag ein unterschiedliches warmes Angebot.

Die meiste Zeit unseres Aufenthaltes verbrachten wir damit, durch die wunderschönen Kanäle zu streifen, zu plaudern und die Atmosphäre der Stadt auf uns wirken zu lassen. Dazwischen machten wir auch immer wieder bei einem der zahlreichen Supermärkte Halt, wo ich das riesige Lebensmittelangebot bestaunte. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, nicht auf die dortige Auswahl an Obst, Gemüse und gefrorenen Beeren neidisch zu sein. Auch Cliffbars für nur 1,20€ ließen mein Foodie-Herz höher schlagen. Ansonsten aßen wir hauptsächlich in kleinen, gemütlichen Lokalen in kleineren Gassen. Denn gerade als Student sind die Restaurants an den Hauptstraßen und in den touristischen Gebieten mit Preisen von 15€ aufwärts einfach nicht leistbar. Natürlich ist das Rumprobieren in fremden Ländern immer eine Hit-and-Miss Angelegenheit, im Großteil der Fälle waren wir aber sehr zufrieden. Falls ihr genauer wissen wollt, wo wir überall gegessen haben, dann schaut auf mein Instagram. Dort habe ich nämlich die meisten meiner kulinarischen Amsterdam-Erfahrungen für euch dokumentiert.

Nachdem wir uns am ersten Tag, sehr sonnigen Tag zu Fuß ein Bild von der Stadt gemacht hatten, nutzten wir den Samstag zum Shoppen: Es ging für uns vom zentralen Hauptplatz aus die Kalverstraat und die Leidsestraat entlang, wo neben dem Luxuskaufhaus De Bijenkorf (dort gibt es u.a. Charlotte Tilsbury Produkte)  die bekannten Marken wie H&M, Zara, aber auch Urban Outfitters, Topshop, Abercrombie&Fitch und Stradivarius vertreten sind. Diese sind in Österreich und im gesamten deutschsprachigen Raum bisher leider erst spärlich vertreten. Zuerst sah es so aus, als würde ich mein gesamtes Monatsbudget bei Urban Outfitters lassen, im Endeffekt konnte ich es dann zumindest auf ein Top, eine bunte Laptoptastatur und eine Weltkarte reduzieren.

Außerdem besuchten wir an diesem Tag noch das Moco Museum, das gerade Ausstellungen zu Banksy und Andy Warhol (einer meiner Lieblingskünstler) zeigte. Die Werke waren alle sehr gut ausgewählt, jedoch waren beide Exhibitionen nur sehr klein-in weniger als einer Stunde waren wir problemlos damit durch.

Am Abend suchten wir dann nach einer Bar, in der wir mit Menschen aus ganz Europa das Finale des Eurovision Song Contest schauen konnten. Anfangs sah es so aus, als wären wir erfolglos, da überall nur König Fußball übertragen zu werden schien, schlussendlich fanden wir dann aber doch noch ein sehr volles Lokal, wo er gezeigt wurde. Zwar war der durchschnittliche Alkoholspiegel der Barbesucher ziemlich hoch, der einzigartigen Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch: Es wurde mitgejubelt, applaudiert und teilweise getanzt-egal, welche Nation gerade ihren Auftritt hatte. Ich fand es wirklich spannend, so ein Event in einer Bar voller Menschen aus den verschiedensten Ländern mitzuerleben.

Am Sonntag Morgen, unserem letzten Tag, ging es bereits früh los in Richtung Van Gough Museum, wo wir für 9 Uhr Tickets ergattern konnten. Das Museum war modern, riesig und sehr beeindruckend. Allerdings fanden sowohl ich als auch meine Freundin den Aufbau der Ausstellung suboptimal und etwas komisch, da seine Werke nicht im chronologischen Verlauf gebracht und immer wieder von Bildern anderer Künstler unterbrochen wurden. Außerdem muss ich das extreme Merchandising kritisieren: Ich persönlich kaufe mir gern manche Artikeln, doch Postkarten ab 5€, Ohren als Schlüsselanhänger sowie Pullover und Hundemäntel mit Blumenprint á la Van Gough finde ich dann doch geschmacklos und zu viel des Guten.

Dann ging es nochmal auf einen Abstecher auf den Hauptplatz und die Shoppingmeile, ehe wir K.O. in unser Hostel zurückkehrten, wo wir alles zusammenpackten und uns am Abend wieder zur Central Station (Hauptbahnhof) aufmachten.

Mir hat der Aufenthalt in Amsterdam sehr gut gefallen und ich kann die Stadt für einen Wochenendtrip auf jeden Fall weiterempfehlen. Sie ist sehr sauber und hat viele bezaubernde kleine Cafés und eine niedliche, ansprechende Architektur. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass Amsterdam als derzeitiges In-Reiseziel (gefühlt jeder fährt derzeit dorthin) gerade in den Ferien ziemlich voll ist. Da die Stadt auch eher klein ist und wenige “natürliche” Touristenattraktionen besitzt, verteilen sich die Menschenmengen nicht besonders gut, da sich jeder entweder am Hauptplatz oder im Museums Distrikt befindet. Teilweise kam man am Samstag und Sonntag nur im langsamen Schritttempo voran und musste sich dicht aneinander gedrängt fortbewegen.

Auch die  zahlreichen Fahrrad-und Mopedfahrer, die zum teil unglaublich rücksichtslos unterwegs waren, stellt ein Ärgernis und nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar. Programm für eine Woche, wie man es in Großstädten wie London oder Paris machen könnte, gibt die Stadt meiner Meinung nach nicht her. Ein Wochenende war definitiv die ideale Aufenthaltsdauer 🙂

Ich hoffe sehr, dass euch dieser kleine Reisebericht gefallen hat. Wanderlustige Grüße sendet euch

Eure Ingrid

 

 

 

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