Hallo meine Lieben!

Heute möchte ich euch wieder einen sehr persönlichen Post liefern und euch an den Dingen teilhaben lassen, die ich mit 18 gelernt habe. Ich weiß, das klingt jetzt alles sehr klischeehaft und verklärt, aber ich habe wirklich das Gefühl, noch nie zuvor so viel über mich selbst, mein Umfeld und das Leben gelernt zu haben wie im vergangenen Jahr. Doch lest selbst die Erkenntnisse, die ich in meinem ersten Jahr als “Erwachsene” gemacht habe.

IMG_7952

1.Du hast mehr Freiheiten als du denkst

Ja, “Österreich ist ein freies Land” hatte ich schon vorher zur Genüge gehört, aber durch die Eingebundenheit in der Schule spürte ich dies kaum. Erst nach meiner Matura/dem Abi, als ich entscheiden konnte, wo ich wohnen will  was ich studieren möchte und wann ich meine Kurse habe bzw. ob ich hingehe, wurde mir so richtig bewusst, wie viel ich eigentlich selbst entscheiden kann.

2. Es ist ok, auch mal Hilfe zu brauchen

Früher wollte ich immer alles selbst schaffen und war schon als Kind eine Einzelkämpferin, die sich nicht von ihrer Mutter bei den Hausaufgaben helfen lassen wollte. Ich habe gelernt, dass es aber viel angenehmer ist, mal jemand anderen um Hilfe zu fragen bevor man selbst verzweifelt und sich den Kopf zerbricht.

3. Du bist nicht schwach und abhängig, wenn du Gefühle zeigst

Ich bin eine sehr private, verschlossene Person und hatte immer Angst, zu viel von mir preiszugeben. Das hat mich des Öfteren jedoch innerlich fast aufgefressen, da meine Gedanken und Gefühle sich so in mir aufstauten und mich nicht verließen. Mit seinen Liebsten zu teilen und laut auszusprechen, was einen bewegt, erleichtert das Leben ungemein.

IMG_7988

 

4. Niemand läuft dir mit der Erfüllung deiner Wünsche hinterher

In der Schulzeit lebte ich in dieser perfekten Blase, in der ich ich wohlfühlen und wo mir niemand etwas anhaben konnte: Lehrer erinnerten einen immer wieder an Testtermine und Hausübungsabgaben, und wenn man einmal etwas vergessen oder keine Lust gehabt hatte, dann reichte einfach eine Entschuldigung oder Ausrede und das Thema war erledigt. Auf der Uni und auf Jobsuche hingegen läuft einem niemand hinterher, der einen an Abgabe- und Anmeldefristen erinnert oder einen fragt, ob man an einem bezahlten Praktikum in seinem Interessengebiet interessiert wäre. Nein, man muss sich selbst darum kümmern, seinen Zielen einen Schritt näher zu kommen.

5. Ich brauche meine Familie mehr als gedacht

Früher sah ich mich nie als großer Familienmensch und war von manchen Familienaktivitäten eher genervt. Als ich dann auszog und plötzlich nicht mehr ständig von 4 Personen umgeben war und nicht jederzeit jemanden zum Reden da hatte, merkte ich, wie wichtig Familie wirklich ist und wie sehr ich deren Rückhalt und die Gemeinschaft  brauche.

6. Es ist ok, Freundschaften zu beenden

Ich konnte es früher nie ertragen, Personen aus meinem Leben gehen zu lassen und hätte in dieser Beziehung am liebsten öfters “Freeze” gedrückt und das Leben angehalten, um so Freundschaften zu aufrecht zu erhalten.  Allerdings hat es oftmals einen Grund, warum sich zwei Lebenswege trennen, wenn man es wirklich wollte könnte man in der heutigen, digitalen Zeit weiterhin Kontakt halten. Außerdem gibt es toxische Freundschaften, die einen mehr belasten als sie einem gut tun und auch wenn das Loslösen von den Personen anfangs hart und schmerzhaft sein kann, ist man langfristig ohne sie besser dran.

IMG_7995

Das waren die ersten sechs Dinge, die ich mit 18 gelernt habe. Da dieser Post ansonsten zu lang werden würde, habe ich mich dazu entschlossen, ihn in 3 Teile aufzusplittern. Die nachfolgenden Teile werden im Verlauf dieser Woche veröffentlicht werden.

Einen erkenntnisreichen Tag wünscht euch

Eure Ingrid

 

Advertisements